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Unsere Eingewöhnung im Coworking Toddler – ein Erfahrungsbericht von Marie und ihrer 10 Monate alten Tochter Nele

 

„Soll unser Kind mit einem Jahr schon in die KiTa gehen?“ Diese Frage hatten wir bei unserem erstgeborenen Kind mit einem ganz klaren „nein“ beantwortet. Erst mit 1,5 Jahren kam es in die Nestgruppe einer großen KiTa Berlins mit rund 100 Kindern. Nun stand die Entscheidungsfindung bei unserer Zweitgeborenen Nele wieder an. Dieses Mal wollte ich aus beruflichen Gründen nicht 1,5 Jahre mit der Eingewöhnung warten.  Aber selbst mit einem Jahr erschien uns die Eingewöhnung in einer „herkömmlichen“  KiTa zu früh, so dass wir über die Betreuung durch eine Tagesmutter nachdachten. Als ich dann durch Zufall von Coworking Toddler erfuhr, war schnell der Wunsch da, unserem Baby dort ein ergänzendes  Zuhause  zu schenken: Ich würde im angrenzenden Coworking -Space in unmittelbarer KiTa-Nähe arbeiten und könnte im Bedarfsfall binnen einer Minute bei Nele sein! „Kann KiTa ein zweites Zuhause sein?“ Nach meiner Erfahrung sage ich jetzt ganz klar: „Ja!“

Einzigartig in Deutschland

Das Besondere an dem Konzept von Coworking Toddler ist der ausgeprägte bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehungsstil, bei dem in erster Linie darauf geachtet wird, was das Kind braucht und möchte – und nicht umgekehrt: Es gibt Stillmöglichkeiten für die kleinen Schützlinge, die noch eine „Extra-Portion“ Mama brauchen, und ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Kinder, Eltern und Erzieher  zusammen an einem Tisch sitzen und sich austauschen können. Das ist einzigartig und hat uns als Eltern sofort überzeugt! Da der Coworking-Space neben der KiTa ist, fiel mir auch der Gedanke an die bevorstehende Trennung von Nele nicht so schwer. Ein kleines schlechtes Gewissen plagte mich im Vorfeld, dieses sollte sich aber dann ganz schnell verflüchtigen.

Es geht los…!

Unsere Eingewöhnung begann, als in der KiTa unseres erstgeborenen Kindes eine langjährige Erzieherin kündigte, da sie die Betreuung nicht länger als strukturelle „Massenabfertigung“ leisten wollte. Wir waren bestürzt und froh zugleich: Unser Küken hätten wir, trotz älterem Geschwisterkind im gleichen Haus, dort nicht mehr mit gutem Gewissen unterbringen wollen! Wir waren uns einig: Lieber nehmen wir zwei KiTa-Wege in Kauf, als dass unsere Kleine in eine ungünstige Betreuungssituation gerät!

Das Erzieher-Team von Coworking Toddler war mir sofort sympathisch! Wir sprachen im Vorfeld über die Gewohnheiten meines Kindes und der Bezugsbetreuer machte sich gleich Notizen und fragte nach Ritualen, die er im Umgang mit meinem Kind übernehmen könnte. (Wir standen während der ganzen Eingewöhnungszeit in einem engen Austausch und ich fühlte mich super informiert über die einzelnen Schritte in der Eingewöhnungsphase.)

Sanfte Eingewöhnung unter idealen Bedingungen

Wir begannen mit einer sehr sanften Eingewöhnung. Ziel war es, Nele mit der neuen Umgebung vertraut zu machen und langsam ein erstes Vertrauensverhältnis zum Bezugsbetreuer aufzubauen. Ich hielt mich zurück, so dass dieser Gelegenheit bekam, über Blickaustausch und Spielangebote mit ihr in Kontakt zu treten. Ich konnte mich dabei entspannt zurücklehnen und freute mich über den liebevollen und entspannten Umgang der Betreuer mit Nele. Wir hatten das große Glück, als eine der ersten Eltern unser Kind eingewöhnen zu können und genossen einen luxuriösen 1:1 Betreuungsschlüssel. Das war natürlich ein absoluter Traum!

Kein Tränenmeer

Am 4. Tag ging es dann an die erste Trennung. Ich spürte vorab eine leichte Nervosität. Aber dann war es für mich doch leicht zu gehen: Wir hatten den richtigen Moment abgewartet und es flossen bei dieser ersten Trennung sogar keine Tränen. In den kommenden Tagen behielten wir den Rhythmus bei und dehnten die Dauer der Trennungszeit nur langsam. Zwischendurch stillte ich auch noch manches Mal. (Unser Kind war zu dem Zeitpunkt noch 10 Monate alt und brauchte plötzlich wieder etwas häufiger Stilleinheiten.) Es floss hin und wieder doch eine Träne, aber dank des engen Austauschs war ich schnell bei Nele. Die Tränen waren in dieser seltenen Situation immer ein Hinweis auf Müdigkeit, schon nach wenigen Tagen schlief sie problemlos beim Erzieher ein.

Mit Geduld und Ruhe „dran geblieben“

Die Trennung nach dem Mittagessen war für Nele aber dann in der zweiten Woche nicht so leicht und wir entschlossen uns, es für eine weitere Woche bei nur einer Trennung zu belassen. Nach dem Mittagessen gingen wir also dann nach Hause. Mit diesem kleinen „Einschub“  konnte sie sich langsam eingewöhnen und ich hatte dennoch vormittags Zeit zum arbeiten.  Danach war dann auch die zweite Trennung kein Thema mehr!

Runder Abschluss

Unsere Eingewöhnung hat insgesamt  vier Wochen gedauert und ist für mein Empfinden perfekt gelaufen: sanft, bedürfnisorientiert und ohne Eile! Im abschließenden Feedbackgespräch hat der Bezugsbetreuer einen Evaluationsbogen zu den einzelnen Etappen mit mir durchgenommen, um etwaige Verbesserungsvorschläge mit mir zu besprechen. Was soll ich sagen? Ich habe keine gefunden. Ich erinnere mich noch, wie wir am Rande des Sandkastens sitzen und Nele versonnen seine Händchen immer wieder in den Sand eintauchen lässt. „Hier ist es doch ein bisschen wie Familie“, sagt der Erzieher zu mir. Da stimme ich voll und ganz zu!

 

(Redaktioneller Hinweis: Die Autorin hat ihren Namen sowie den Namen ihres Kindes geändert.)

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Unsere Eröffnungsfeier, Kunst und Pressetermine – so waren Monat 3 und 4 im Coworking Toddler!

Könnt ihr uns bitte mal kneifen? Noch immer kommt es uns manchmal surreal vor, wenn wir den Schlüssel aus der Tasche ziehen, Deutschlands erste Kita mit Coworking Space aufschließen, die Räumlichkeiten über unsere Außenfläche betreten und uns fröhliche Kinder aus dem Gartenhäuschen zuwinken.

Fritzi

Doch es ist wahr, Coworking Toddler gibt es bereits seit 4 Monaten und wir sind verdammt stolz, dass der Betrieb so gut angelaufen ist. Seit unserem letzten Blogeintrag ist wieder eine Menge passiert – auch wenn es aufgrund der vielen organisatorischen Aufgaben, die ein Kita und Coworking-Betrieb in der Startphase mit sich bringen, auf unseren Social-Media Kanälen und auf unserem Blog etwas ruhiger geworden ist. Eine kleine Auswahl haben wir heute für euch zusammengefasst:

Unsere Eröffnungsfeier – mit einem Grußwort der Staatssekretärin für Jugend und Familie, Frau Sigrid Klebba

Im Juni haben wir unsere Eröffnung gefeiert. Manch einer hat uns komplett für verrückt erklärt. „Wie schafft ihr das eigentlich, jetzt noch zusätzlich eine Feier zu organisieren?“ Nun, das haben wir uns auch gefragt. Aber viele wunderbare Unterstützer haben es möglich gemacht. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen fleißigen Helfern herzlich bedanken, ganz besonders bei KiKo-Kinderkonzepte, Freche Freunde, Baby Björn, Lillydoo, Mamikreisel und dem Künstlerduo Matrosenhunde.

Zu den Gästen zählten neben vielen treuen Begleitern und Unterstützern Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Es hat uns eine große Freude bereitet Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung, der Senatsverwaltung und des Familienministeriums durch unsere Räumlichkeiten zu führen und zu erklären, wie eine Kita mit Coworking Space funktioniert. Alle waren begeistert und das Feedback war sehr positiv: „So eine kuschelige Atmosphäre, die Kinder fühlen sich bestimmt pudelwohl“, „Wie liebevoll alles durchdacht ist – man merkt, dass viel Herzblut investiert wurde“,  „Hier würde ich ja auch gerne sitzen und arbeiten“, „Ein inspirierender Arbeitsplatz“. Diese Sätze gingen natürlich runter wie Öl und taten nach den wirklich sehr anstrengenden Wochen seit der Eröffnung im Mai sehr gut!

Besonders gerührt waren wir von dem herzlichen Grußwort der Staatssekretärin für Jugend und Familie, Frau Klebba, die unser innovatives Konzept und unser Engagement lobte. Auch die Bezirksstadträtin Christiane Keil hob hervor, dass wir mit Coworking Toddler einen wichtigen Beitrag zum Thema Vereinbarkeit geleistet haben.

Natürlich gab es nicht nur Reden, sondern auch viel Spaß für die Kleinen:  Seifenblasen, Masken malen…

Eröffnungsfeier2

… und kreative „Kritzeleien“ mit den Künstlerinnen Fine und Madeleine von den Matrosenhunden.

Eröffnungsfeier 1

Kunst im Coworking Space

Stichwort Kunst und Matrosenhunde: Auf den sozialen Netzwerken, haben wir schon einige wunderbare Bilder des Künstlerduos gezeigt. Wir sind sehr stolz darauf, dass diese nun unseren Coworking Space schmücken. Wenn ihr die Bilder bei uns live bewundern wollt, seid ihr herzlich willkommen.

Ein großes Danke für eure wunderschönen Zeichnungen und klugen Texte, liebe Matrosenhunde!

 

Matrosenhunde

Pressetermine

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Presse so häufig über den Coworking Toddler berichtet hat. Bereits mit der Eröffnung gab es Anfragen mehrerer Journalisten nach Interviews und Besichtigungen, die wir jedoch aus Rücksicht vor den Kindern und dere Eingewöhnung zunächst vertröstet haben.

Im Juni und Juli war es dann soweit: Wir hatten Besuch vom Tagesspiegel, von der Bild Zeitung, von der DPA und noch von weiteren Tageszeitungen und Magazinen, die wir jetzt noch nicht verraten möchten.

Bei dieser Gelegenheit: Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Eltern, die sich viel Zeit für die Fragen der Journalisten genommen haben.

Foto Presse

Die meisten Artikel sind inzwischen auch online erschienen, schaut doch mal auf unserer Presseseite, dort haben wir die wichtigsten Artikel verlinkt. In den kommenden Wochen und Monaten wird es noch mehrere Berichte und Artikel über uns geben. Auf unserer Facebookseite halten wir euch dazu auf dem Laufenden, wir freuen uns sehr, wenn ihr dort vorbeischaut.

 Und was ist in der nächsten Zeit zu erwarten?

Eine ganze Menge! In unseren Räumlichkeiten wird es einige Veränderungen geben: Wir bekommen eine weitere Tür im Coworking Space und hoffentlich bald eine vollständige Garderobe. Wir wissen ja gut, wie man mit dem Kopf durch die Wand kommt, mit dem Bohrer ist uns dass leider noch nicht an allen Stellen gelungen!

Ganz besonders freuen wir uns natürlich auf die neuen Kinder und Eltern, die ab September Teil von Coworking Toddler werden und auf eine weitere Erzieherin und Aushilfe, die ebenfalls im September bei uns anfangen werden. Damit ist nun auch endlich unser Erzieher-Team komplett.

Parallel arbeiten wir an der Erweiterung unseres Konzepts – in vielerlei Hinsicht. Neuigkeiten dazu wird es hoffentlich im Herbst geben 🙂

Einen ganz liebe Gruß und einen euch allen guten Start nach den Ferien,

Euer Coworking Toddler Team

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Sarah Seeliger von Librileo – unser Kooperationspartner im Interview

Während der Gründung von Coworking Toddler mussten wir immer wieder feststellen wie wunderbar es ist Unterstützer und Kooperationspartner an unserer Seite zu haben. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit unserer Eröffnung einen weiteren Partner für Coworking Toddler gewinnen konnten. Diesmal geht es um Bücher! Genau genommen uns speziell ausgewählte Bücher – an den Bedürfnissen der Kleinen ausgerichtet und altersentsprechend  ausgewählt. Genau das bietet nämlich Librileo. Das Berliner Start-up nimmt Eltern die Qual der Bücherauswahl ab und stellt mit Hilfe von Pädagogen altersgerechte Buchboxen zusammen, die man abonnieren kann.

Hinter Librileo steckt aber noch sehr viel mehr als eine liebevolle zusammengestellte Buchbox. Gründerin Sarah hat mit ihrem Mann Julius noch ein weiteres Unternehmen gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat Kindern in schwierigen Lebenslagen das Lesen näher zu bringen: Librileo gemeinnützig. Wahnsinn, wie viel Herzblut in diesem Projekt pulsiert – Sarah und Julius fahren dazu sogar mit einem speziell umgebauten VW-Lesebus durch die Stadt und animieren Kinder zum Lesen! Wir waren sofort neugierig und haben Sarah zu diesem wunderbaren Projekt interviewt. Und natürlich wollten wir auch wissen, wie sie es schafft, als Gründerin und bald 3-fache Mama Familie, Job und dazwischen die vielen Bücher miteinander zu vereinbaren.

1. Sarah, welche Bücher liest du zurzeit mit deinen Kindern?


Wir haben zwei Kinder, drei und fünf Jahre alt. Jedes Kind darf sich am Abend ein Buch aussuchen. Die Theorie, dass Kinder sich immer dasselbe Buch aussuchen, scheint bei uns irgendwie nicht zu passen. Sie kommen jeden Abend mit einem anderen Buch an. Vielleicht liegt das daran, dass wir wirklich sehr viele Kinderbücher haben und jede Woche neue dazu kommen. Natürlich haben unsere Kinder aber auch spezielle Phasen, zum Beispiel: Mama Muh, Pettersson und Findus, Räuber Hotzenplotz oder Hexe Zilly, mögen sie immer gerne.

2. Mit Librileo verschickst du monatlich wechselnde Bücherthemenboxen an Familien: Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Die Idee kam im Auto auf dem Weg zu einer Freundin. Unsere Tochter (damals 2,5 Jahre alt) hatte den ganzen Tag gemotzt. Ich wünschte mir ein Kinderbuch um mit ihr dieses Thema zu besprechen. Wir hatten zwar zur Geburt viele Babybücher bekommen und Bücher mit ersten Worten. Es fehlten uns jedoch Bücher zu speziellen Themen.

Wir haben uns gewünscht, dass uns jemand die Auswahl abnehmen und uns regelmäßig neue, altersgerechte Bücher schicken würde. Es gab bereits sehr viele Abo-Dienste: Bastelsachen, Essen, Blumen, alles kann man sich liefern lassen, aber die Bücherauswahl für Kinder wurde von niemanden übernommen. Da Kinder besonders in den ersten Jahren so schnell wachsen, ändern sich auch die relevanten Themen ständig und es ist ziemlich zeitaufwändig neue Kinderbücher zu finden oder zu recherchieren. In meiner Freizeit hatte ich dafür leider keine Zeit.

3. Wie funktioniert Librileo genau?

Zusammen mit Experten suchen wir jeden Monat zu einem speziellen Thema Kinderbücher aus. Die Themen sind zum Beispiel: Gefühle, Haustiere, Teilen, Freundschaft, Wasser, Musik und viele mehr. Es gibt sieben Altersgruppen für Kinder von null bis zehn Jahren. So bekommt jedes Kind wirklich auch Bücher die passend sind. In einer Bücherbox sind ein bis drei Kinderbücher. Die Box kommt hübsch verpackt mit Schleife und Seidenpapier, damit es etwas Besonderes für das Kind ist, die Box zu öffnen.

4. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Bücher aus?


Natürlich müssen das Thema und die Altersgruppe passen. Außerdem müssen wir immer auf einen Wert von 14,95€ kommen. Deshalb ist die Anzahl der Bücher auch immer ganz unterschiedlich.

Am wichtigsten bei der Auswahl ist jedoch, dass uns die Bücher gefallen. Sie müssen hübsch aussehen, pädagogisch und zeitgemäße Werte vermitteln und es muss Liebe in ihnen stecken. Wir testen alle Bücher, bevor wir die Bücher tatsächlich verschicken.

5. Welches Feedback bekommt ihr von euren Kunden?


Unsere Kunden sind total happy mit dem Service und der Bücherauswahl. Sollte eine Familie ein Buch bereits haben, tauschen wir dieses auch um. Außerdem ist es möglich, im Monat zuvor die Bücher der kommenden Box online einzusehen.

6. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Wir haben vor einem Jahr die gemeinnützige Organisation Librileo gUG gegründet. Sozial und finanziell benachteiligte Familien bekommen unsere Bücherboxen über das Bildungs- und Teilhabepaket des Jobcenters kostenfrei. Wir wollen ganz viele Familien damit erreichen um Bildungsarmut zu verhindern und allen Kindern faire Zukunftschancen ermöglichen.

7. Was bedeutet Vereinbarkeit für dich persönlich?


Das beide Elternteile (wenn vorhanden) zu gleichen Teilen für die Kinder da sind. Nur so hat die Frau eine Chance auf Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Es ist nicht einfach – das ist keine Frage!

Die zweite Sache ist, dass man mit seiner eigenen Lösung glücklich sein muss – das ist am Wichtigsten. Vielleicht finde ich es nach dem dritten Kind auch schön, den Großteil meiner Zeit mit den Kindern zu verbringen und nur noch Teilzeit zu arbeiten. Ich weiß es nicht.

8. Hast du einen Tipp für Eltern, wie man Job und Familienleben gut zusammenbringen kann? 

Kurze Wege zwischen Kita, Büro und Zuhause.

Gute Absprachen mit dem Partner

Positiv denken! Selbst wenn mal eine Phase stressig ist, man sollte an die Lösung des Problems positiv herangehen.

9. Was macht dir selbst am meisten Spaß an deinem Job?

Es macht mir Spaß zu arbeiten und es fühlt sich richtig an. Meine Arbeit macht einen Sinn und ich sehe, dass es voran geht. Ich habe Freude daran eigene Gedanken umzusetzen und Entscheidungen selber treffen zu können. Mit meiner Arbeit ist es möglich Freunde, Kinder und Familien zu verbinden – das ist wichtig für mich.

Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah!

 

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Eingewöhnung, Laptop-Geklapper und gemeinsames Mittagessen: Unsere ersten Wochen im Coworking Toddler

Wir können es kaum glauben – seit der Eröffnung des Coworking Toddler sind bereits mehr als 7 Wochen vergangen! Unser gemeinsames „Dorf“, das wir gebaut haben, wurde in dieser Zeit endlich mit Leben erfüllt! Hammer, Bohrmaschine und Säge sind endlich verstummt, dafür erfüllen nun ganz andere Geräusche unsere Räume:

Kinderlachen – die ersten Eingewöhnungen sind abgeschlossen

Die Kleinen haben inzwischen den Spielbereich erobert und meistern selbstverständlich den Alltag im Toddler. Kein Wunder! Unsere Erzieher haben Großes geleistet und erfolgreich die ersten Kinder eingewöhnt. Wir haben uns bewusst für einen sanften Start entschieden und sehr viel Zeit für die Eingewöhnungen der Kinder eingeplant. Grundbaustein der Eingewöhnung ist das Berliner Eingewöhnungsmodell, ergänzt um spezifische Besonderheiten, die wir durch unser Konzept „Arbeiten und Kind“ ermöglichen können – z.B. das sofortige Hinzuziehen der Eltern, wenn die Kinder danach verlangen – oder spontane Stillpausen. Dafür haben wir den Mamas eine kleine Stillounge eingerichtet, in der sie es sich mit den Kleinen und einem weichen Stillkissen ungestört gemütlich machen können. Der Spielebereich, in dem die Eingewöhnung hauptsächlich stattfindet, sieht übrigens so aus:

Eröffnung 7-1

Laptop-Geklapper im Coworking Space – Adieu Home Office!

Im Coworkingbereich wird inzwischen so richtig in die Tasten gehauen. Nachdem sich die Eltern von den Kindern verabschiedet haben, gehen sie zu ihrem Arbeitsplatz und legen los – natürlich nach einem kurzen Begrüßungsplausch mit den anderen Eltern und einem duftenden Kaffee in der Hand. Die Arbeitsatmosphäre ist ruhig und produktiv, aber nicht einsam. Home Office? Das ist doch sowas von gestern! Die Eltern motivieren und helfen sich gegenseitig – und erste Netzwerke wurden bereits auch schon geknüpft. Ihr wollt einen Blick in unseren Coworking-Bereich werfen? Bitteschön!

Produktives Arbeiten und einen großzügigen Arbeitsplatz - der Coworking Space.

Geschirr-Geklapper beim gemeinsamen Mittagessen – unser Herzstück im Toddler-Alltag

Weiter geklappert wird dann im Gemeinschaftsraum, in dem die Eltern die Kinder nach der ersten Arbeitsphase am Vormittag treffen. Um 11:30 Uhr geht es los. Anfangs dachten wir noch: „Oh weia, ob die Eltern zu dieser Zeit schon Hunger haben?“ Aber Hallo! „Endlich esse ich mittags etwas Anständiges“ sagte eine Mutter neulich zu uns, „alleine mit dem Kind zu Hause, da habe ich mir doch nie etwas gekocht.“ Das Essen wird von einem Bio-Vollkost-Caterer geliefert und von den Erziehern in großen Schüsseln bereitgestellt. Alle sitzen an unserem großen Tisch (siehe Titelbild) und helfen und füttern sich gegenseitig. Tatsächlich haben auch schon einige Kinder ihre Eltern gefüttert 🙂

Natürlich wird nicht nur mit Geschirr geklappert. Während des Essens findet ein sehr intensiver Austausch mit den Erziehern und der Eltern untereinander statt. Ernährung, Schlafen, Zahnen und Spielaktivitäten sind dabei die großen Themen. Nach dem Essen helfen alle mit und dann geht es wieder in den Arbeits- bzw. in den Schlafbereich. Dort hat jeder Kind seine eigene Schlafwolke, die es zum Einkuscheln aufrollen kann.

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Was in den nächsten Wochen passiert

Unser nächstes großes Vorhaben ist die weitere Gestaltung der Außenfläche. Aus der grauen Terrasse, die einst für unsere Vormieter – verschiedenen Gastronomiebetriebe – gebaut wurde, soll ein urbaner Entdeckungs- und Spielgarten für unsere Kinder werden. Neben der Sandkiste wird es ein Gartenhäuschen zum Verstecken, ein Schnupper- und Naschbeet für kleine Gärtner und eine Kinderküche geben.

Ganz besonders freuen wir uns auch auf die erste Veranstaltung, die am 26.06.2016 in unseren Räumen stattfindet: Ein Erste-Hilfe-Kurs, speziell für Säuglinge und Kleinkinder. Die beiden Referenten sind selbst Papas und von Beruf Notfallsanitäter. Sie erklären anhand vieler Beispiele wie man sich in Notfällen (Wundversorgung, Verbrennungen, Verschlucken, Insektenstiche, Fieberkrämpfe etc.) am besten verhalten sollte.

Wenn Ihr Interesse habt, könnt ihr euch gerne über diesen Link anmelden!

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Es ist geschafft. Coworking Toddler ist Wirklichkeit geworden!

Trommelwirbel, großes Hurra und buntes Konfetti vor unserer Eingangstür: Es ist geschafft! Coworking Toddler hat Anfang Mai seine Pforten geöffnet. Damit ist unser Herzensprojekt für echte Vereinbarkeit endlich Wirklichkeit geworden: Der erste Coworking Space mit Kita Deutschlands.

Die letzten Wochen: 5 mal „JA“ und der letzte Feinschliff

Nach vielen Wochen harter Arbeit, Hoffen, Bangen und Kämpfen haben wir den Behördenmarathon nach Fertigstellung unserer Räumlichkeiten erfolgreich gemeistert: Fünf Ämter haben „JA“ zum Coworking Toddler Prenzlauer Berg gesagt. Wir können es immer noch nicht ganz glauben, dass wir in der letzten April-Woche „außergewöhnlich schnell und überzeugend“ (Zitat der Kitaaufsicht) die Genehmigungen von Bauamt, Brandschutzbeauftragten, Lebensmittelaufsicht, Gesundheitsamt und Kitaaufsicht in der Tasche hatten. Kein Wunder, wir haben mit Feuereifer die letzten Auflagen erfüllt und immer wieder (natürlich freundlich!) bei den Behördenmitarbeiten nach dem Stand unserer Genehmigungen nachgehakt. Damit es schneller geht, haben wir sogar Postbote gespielt und höchstpersönlich Dokumente von Behörde 1 zu Behörde 2 gebracht. Und auch unsere Kinder haben mit viel Spaß dabei geholfen,  Coworking Toddler den letzten Feinschliff zu verpassen. Das absolute Highlight war dabei der Feuerlöscher-Einkauf im Baumarkt:

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Der letzte Termin war mit Abstand der aufregendste – eine mehr als dreistündige Begehung unserer Räumlichkeiten mit der Kitaaufsicht. Alles wurde genauestens begutachtet: Die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben, die Einrichtungsgegenstände und Spielsachen für unsere Toddler – ja sogar die Stoffqualität der Vorhänge wurde geprüft und die Bälle in unserem Bällebad beschnuppert (das sahen wir ganz gelassen, denn sie sind geprüft und natürlich Bpa-frei). Als es dann hieß: „Sie dürfen nächste Woche starten“ (und wir uns einen lauten Jubelschrei nicht verkneifen konnten), haben wir die wohl größte Hürde unseres Projektes genommen: Die offizielle Zulassung als Kindertagesstätte.

Genau: Wir sind nicht nur ein Coworking Space, in dem es sich an einem schicken Arbeitsplatz mit High-Speed W-LAN und köstlichem Fair Trade Kaffee motiviert und produktiv in Gemeinschaft mit anderen Eltern arbeiten lässt, sondern eine richtige Kita! Wir sind den härtesten, konsequentesten und langwierigsten Weg gegangen und haben uns für das Modell Kindertagesstätte entschieden: Um den Kindern größtmögliche Kontinuität und höchste Qualität bei der Betreuung bieten können und um es den Eltern zu ermöglichen, ihren Kitagutschein bei uns einzulösen. Dadurch wird die Kinderbetreuung öffentlich gefördert, sodass wir die Betreuungskosten moderat halten können.

Eingewöhnung ohne Tränen und der Einzug in die Büros – unsere ersten beiden Wochen im Coworking Toddler

Am 2. Mai haben wir dann den Betrieb aufgenommen. Das Gefühl an diesem Tag voller Glück und Vorfreude die Räumlichkeiten aufzuschließen war unbeschreiblich, fast schon ein wenig historisch. Bauchkribbeln ist jedenfalls nichts dagegen :-). Nach einer kurzen Einarbeitung ging es ganz schnell los: Mit wunderbaren Familien und motivierten Erziehern, die es kaum erwarten können, unser Konzept lebendig zu machen – in unseren niegelnagelneuen Räumlichkeiten, die wir und unsere eigenen Kinder schon begeistert getestet haben.

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Nach und nach werden wir nun den Tagesablauf mit den Toddlern, Eltern und Erziehern aufbauen. Ganz langsam, in kleinen Krabbel- und Kinderschrittchen, orientiert an den Bedürfnissen der Kleinsten: Gemeinsames Mittagessen, Mittagsschlaf und Spielen in unserer Außenfläche, die in den  kommenden Wochen in einen Spielgarten umgestaltet wird. Jetzt gilt unsere volle Konzentration jedoch erst einmal der Eingewöhnung der Kinder. Die Kleinen fühlen sich bereits sehr wohl und haben die Räumlichkeiten – insbesondere unsere Spielelandschaft –  schnell erobert. Letzte Woche erfolgten die ersten Trennungen von den Eltern – sanft und  ganz ohne Tränen. Kein Wunder, die Kinder merken, dass ihre Eltern entspannt sind und in ihrer Nähe bleiben werden.

Nächste Woche werden sich die Eltern dann an ihren Schreibtischen einrichten, die Plätze haben sie sich bereits ausgesucht. Dann weht Kaffeeduft über den Flur und das W-LAN wird das erste Mal so richtig heiß laufen. Alles steht bereit und wurde in den letzten beiden Wochen genau von uns getestet, denn wir sind ja schließlich auch miteingezogen: In unser kleines Büro, nein besser gesagt: In unser für euch gebautes „Dorf“ namens Coworking Toddler, das es bedarf, um ein Kind sanft, mit dem Job vereinbar und in der Nähe der Eltern großzuziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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