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Immobilie in München gesucht – wir brauchen eure Hilfe!

Wir können es selbst kaum glauben: Coworking Toddler – Deutschlands erste Kita mit Coworking Space – existiert im November bereits seit 1 ½ Jahren. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit einem wunderbaren Erzieherteam, engagierten Eltern und unseren 15 kleinen Toddies etwas Einzigartiges an unserem ersten Standort im Prenzlauer Berg aufgebaut haben: Ein Ort, an dem Kinder liebevoll betreut werden und an dem Eltern direkt nebenan ohne schlechtes Gewissen arbeiten können.

Wir wissen, dass wir mit unserer Idee den Nerv der Zeit getroffen haben – das zeigt die nicht abebbende Resonanz in Presse und Fernsehen. Ganz besonders berühren uns aber die vielen persönlichen Zuschriften und Mails, die uns erreichen. Immer wieder werden wir gefragt:

Bitte kommt zu uns – nach München, Hamburg, Dresden – oder aufs Land – wir hätten da einen tollen Bauernhof für euch…“

Fest steht: Wir wollen, dass es in Zukunft noch weitere Coworking Toddler-Kitas gibt und möglichst viele Kinder und Eltern in den Genuss unseres einzigartigen Betreuungskonzepts kommen. Daher sprechen wir derzeit mit mehreren Interessenten, die gerne in ihrer Stadt einen Coworking Toddler eröffnen möchten.

Aktuell haben wir eine Stadt ganz eng im Fokus: Bayerns schöne Landeshauptstadt München. Ein gutes Beispiel dafür, dass das Angebot an Kinderbetreuung komplett an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern vorbeigeht. Jedes Jahr wird ein neuer Geburtenrekord erreicht – gleichzeitig fehlen intelligente und bezahlbare Angebote für Kinderbetreuung und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Auch Jessica Richard, 2-fach Mama aus München, hat uns geschrieben. Sie kann mit ihren beiden kleinen Töchtern selbst ein Lied davon singen, wie schwer es ist einen bezahlbaren Kitaplatz in München zu finden. Nächstes Jahr möchte sie daher eine Coworking Toddler Kita in München gründen. Die größte Herausforderung – die wir nur zu gut aus unserer Gründungserfahrung in Berlin kennen – ist nun die passende Immobilie zu finden.

Und jetzt kommt ihr als Coworking Toddler Fan- Community ins Spiel, denn wir brauchen eure Unterstützung: Falls ihr jemand kennt, der jemanden kennt, der eine tolle Immobilie in München vermietet oder besitzt – bitte meldet euch! Jeder Tipp, jeder Kontakt kann helfen – egal ob Immobilienmakler mit Herz, Immobilieneigentümer, Baugemeinschaften, Kita-Träger, die Nachfolger suchen, Unterstützer jeglicher Art.

Die Immobilie sollte insbesondere über drei Eigenschaften verfügen:

  • Fläche von ca. 350-550qm im EG / 1. OG für Coworking Space und Kita
  • Freifläche / Dachterrasse am Haus oder in der Nähe
  • Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel

Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr unseren Aufruf in euren sozialen Netzwerken teilt! Und falls ihr irgendwelche Hinweise habt, könnt ihr uns gerne an

kontakt@coworkingtoddler.com

schreiben.

Auf dem Blog und über unsere sozialen Netzwerke werden wir euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten, hoffentlich bald mit der Überschrift: Servus München!

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Unsere Kita-Eingewöhnung im Coworking Toddler

Letztes Jahr hatte ich auf unserem Familienblog darüber berichtet: das Projekt Coworking-Toddler. Schon damals war ich hellauf begeistert von der Idee und der Möglichkeit, am gleichen Ort zu arbeiten und das Kind betreuen zu lassen. Leider fehlte mir damals noch die Idee und auch der Wille, dort selbständig zu arbeiten. Im Laufe der Zeit ergab sich das aber dann wie von selbst – unser Plan, mit einer Selbständigkeit im Internet ein ortsunabhängiges Einkommen zu erschaffen und damit als Familie im Ausland zu leben. Mit etwas Glück ergatterten wir auch einen der zwölf Plätze am Standort Prenzlauer Berg.

Kurzum: Am Mittwoch, 7.9.2016 war es so weit: Wir hatten unseren ersten Tag in der „Babyschule“, wie sein Papa es liebevoll bezeichnet.

Kita-Eingewöhnung: die ersten drei Tage

Wir hatten eine Liste bekommen, was wir alles mitbringen sollten für den Start. So schoben wir mit einem Kinderwagen bepackt wie für eine Reise in den Vorhof, der liebevoll mit Pflanzen, Sandkasten, Spielhaus und diversen Fahrzeugen (Bobby-Car, Dreirad, Lauflernwagen, etc.) und Spielzeug bestückt ist. Für den Rubbelbatz gab es bei dem Anblick kein Halten mehr: er wand sich und quengelte und musste sofort raus. Er stürmte zum Dreirad und legte los. Der Erzieher, seine künftige Haupt-Bezugsperson übrigens, sah mich grinsend an. Ja, das ist mein Kind. Sandra, die Gründerin, die wir schon vom Besichtigungstermin kannten, kam uns lächelnd entgegen. „So war er auch, als er das erste Mal hier war. Hat sich nichts geändert,“ kommentierte sie.

Wir gingen nach drinnen und führten eine Art Kennenlerngespräch, in dem ich z.B. nach Besonderheiten bei meinem Kind gefragt wurde. Im Endeffekt gibt es da gar nicht so viel. Er soll keinen Zucker essen, kann nicht still sitzen und trägt Stoffwindeln. Sonst ist er einfach nur ein Kind. Was wir von den Erziehern erwarten, wurden wir gefragt? „Eigentlich nichts. Er soll einfach nur herkommen, spielen und Spaß haben.“ Und das tat er von der ersten Stunde an. Er erkundete die Räumlichkeiten im Schnelldurchlauf, wollte überall hoch, rein, drüber, drunter, alles anfassen, an allem mal ruckeln und austesten. Vor allem die älteren Jungs fanden sein wildes Erkunden offensichtlich spannend und der ein oder andere folgte ihm und spielte und kletterte gleich mit. Nach einer Stunde war der Spaß auch schon vorbei und wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Tag, der ganz ähnlich verlief.

Am Freitag durften wir dann schon etwas länger bleiben und auch am Morgenkreis teilnehmen. Morgenkreis bedeutet singen, musizieren und tanzen. Und Morgenkreis bedeutet auch stillsitzen. Schwieriges Thema, wie mir dabei wieder vor Augen geführt wurde. Er setzte sich zwar anfangs zu uns, war aber dann ganz schnell wieder abgelenkt von der neuen Umgebung und dem ganzen Spielzeug.

Der Erzieher – die Bezugsperson

Was mir an diesem dritten Tag auch klar wurde: unser Bezugserzieher ist genau richtig für unseren Kleinen. Er hält nicht viel von Zwang, sondern vertraut darauf, dass sich das alles mit der Zeit schon „eingroovt“. Er passt auf, dass sich die Kinder nicht verletzen und ein paar entsprechende Regeln einhalten, ansonsten lässt er sie einfach machen. Finde ich total klasse. Er spielte mit meinem Kind, wenn es sich ergab, allerdings total unaufdringlich und nur, wenn der gerade die Ruhe dazu hat. Ich würde nicht behaupten, dass mein Sohn innerhalb von drei Tagen schon eine Beziehung zu ihm aufgebaut hatte, allerdings merkte man, dass er ihn mag. Er saß ganz selbstverständlich auf seinem Arm und wollte nicht sofort zu mir, wenn ich neben den beiden stand. Das war ein gutes Zeichen.

 

Erste Trennungsversuche

Am vierten Tag, das war ein Dienstag, verließ ich das erste Mal das Gelände. Es war ein schöner Septembermorgen und die Kinder spielten draußen. Ich verabschiedete mich und ging. Mein Sohn schien das kaum zu registrieren, er spielte weiter. Als ich nach 10 Minuten wieder kam, war ihm aber offenbar schon aufgefallen, dass Mama weg ist. Allerdings ließ er sich ganz leicht von seinem Erzieher ablenken und es floss keine Träne.

Erst am zweiten Trennungs-Tag passierte es: Er sah mich durch das Tor gehen und bevor er nachkommen konnte, schloss sich dieses wieder. Geschlossene Türen und Kleinkinder sind ja häufig so eine Sache. Und wenn die Mama auf der anderen Seite weggeht, macht es das nicht einfacher. Er weinte. Brüllte. Ganz fürchterlich. Ich stand hinter dem Zaun und konnte ihn schreien hören. Ein schreckliches Gefühl. Ich wollte zurücklaufen, zwang mich aber, abzuwarten. Er ließ sich scheinbar nicht beruhigen.

Eine Erzieherin wollte mich gerade herein lassen, als ich die zündende Idee hatte: Essen. Ich reichte ihr einen Behälter mit Apfelschnitzen durch das Tor und es funktionierte. Mein Kleiner beruhigte sich so weit, dass er die nächsten 30 Minuten ohne mich überstand. Sicherheitshalber ging ich aber keinen Schritt weit vom Zaun. In der Zwischenzeit fütterte er wohl den Erzieher mit dem Apfel, meckerte hin und wieder und blieb sicherheitshalber auf dessen Arm. In den folgenden Tagen achteten wir darauf, dass ich mich zwar verabschiedete, aber er das Tor bzw. Tür nicht zugehen sah. Die Trennung war dann keine große Sache mehr.

Viel mehr zu schaffen machte uns wochenlang sein Schlafrhythmus. Unser Frühaufsteher-Kind (4 Uhr ist keine Seltenheit) hatte sich nämlich angewohnt, den fehlenden Schlaf am Vormittag nachzuholen. Zwischen 8 und 10 Uhr legte er täglich ein ca. 1-stündiges Nickerchen ein, um dann meist den restlichen Tag ohne Schlaf durchzuhalten. Manchmal schlief er auch noch ein zweites Mal, häufig auch nicht.

Es dauerte bestimmt 4 Wochen, bevor er den Vormittag wirklich genießen konnte. Vorher kam früher oder später jeden Tag der Punkt, an dem er vom Erzieher eigentlich nur noch getragen werden wollte. Geholfen hat oft ein kleiner Zwischensnack in Form eines Fruchtmuß-Quetschbeutels.

Gemeinsames Mittagessen

Auch die Regeln für’s Mittagessen sind in der Kita natürlich ganz andere. Es wird zum Beispiel gewartet, bis der Tischspruch gesagt wurde und es gibt nicht immer sofort was, wenn er sitzt. Manchmal steht das Essen schon da, aber er muss noch 5-10 Minuten warten. Das fiel ihm anfangs sehr, sehr schwer. Mittlerweile kennt er die Gepflogenheiten gut und scheint sie auch zu genießen. Während er sie anfangs wütend wegzog, streckt er jetzt fröhlich die Hände zum Nachbarn beim Tischspruch, bei dem sich alle an den Händen fassen. Auch kann er immer länger am Tisch sitzen bleiben. Anfangs war er nach gefühlten 2 Minuten fertig und wollte dann sofort nach Hause.

Schlafen in der Kita

Einfach hinlegen? Keine Chance!

Ein großes Problem. Ich hatte zwar einen kleinen Schimmer Hoffnung, im Endeffekt aber nicht wirklich daran geglaubt, dass er sich hinlegt und schläft, nur weil alle Kinder das tun. Eines Tages nahm sein Erzieher ihn also mit und ich wartete versteckt im Gemeinschaftsraum. Er fand es schon spannend, wollte aber keinesfalls auf der Matratze liegen, sondern fing entweder an zu weinen oder wanderte sofort wieder los. Also nahm ich ihn mit nach Hause. Am dritten Tag wusste er dann ganz genau, wo ich sitze und nach ein paar Minuten kam er an, damit ich ihn mitnehme. Das Ganze war ein Spiel geworden.

Schlafen in der Trage? Wutausbruch!

Also versuchten wir es so: ich ließ ihn bei mir in der Trage einschlafen, legte ihn dann auf der Matratze ab. Zur Sicherheit blieb ich die ersten 2 Tage, um zu sehen, wie er reagiert, wenn er aufwacht. Er weinte nicht und schien zufrieden. Super. Problem gelöst. Dann könnten wir das irgendwann auf den Erzieher übertragen und ich kann zurück an die Arbeit.

Dann waren wir im Urlaub in Wien, danach war meine Familie zu Besuch. Insgesamt 2 Wochen schlief er deshalb nicht in der Kita, sondern war nur vormittags da. Als ich ihn am Tag danach in die Trage nehmen wollte, wehrte er sich mit Händen und Füßen und brüllte, so laut er konnte. Also ließ ich ihn, ausnahmsweise und nur dieses eine Mal, an der Brust einschlafen. Ich ging zurück an meinen Arbeitsplatz, wurde aber nach 45 min. gerufen: Der Rubbelbatz war aufgewacht und hatte einen regelrechten Tobsuchtsanfall. Er wollte sich von keinem der drei Erzieher beruhigen lassen. Danach wollte er erst einmal 45 Minuten an der Brust trinken, bevor er sich in die Trage nehmen und nach Hause tragen ließ. Puh.

Schlafen auf dem Arm? Nein danke!

In den nächsten Tagen wiederholte sich das Schauspiel. Weil ich ihn zum Einschlafen nicht mehr an die Brust lassen wollte – wie sollte der Erzieher sonst je übernehmen – tobte er bis zu 45 Minuten vor und nach dem Schlafen. Am vierten Tag probierten wir es mit einem Fläschchen als Still-Ersatz. Er trank zwar daraus, in die Trage oder zufrieden auf dem Arm einschlafen wollte er allerdings nicht. Irgendwann gab ich frustriert auf.

Jetzt gehen wir wieder nach Hause, damit er dort in Ruhe schlafen kann. Das ist für mich zwar wirklich suboptimal, immerhin habe ich so gerade mal 2,5-3 Stunden Zeit, zu arbeiten, aber es schont meine Nerven.

Mein Fazit über das Coworking-Toddler-Projekt

Insgesamt finde ich das Projekt Coworking Toddler einfach fabelhaft. Sandra, die Gründerin, die sich vor Ort um alles kümmrt, hat alles bis ins kleinste Detail richtig hübsch gemacht und ist immer da, wenn es Probleme gibt. Man fühlt sich dort wirklich ein wenig wie in einer Familie. Alle helfen zusammen, essen gemeinsam und besprechen aktuelle Themen. Wenn es doch mal Reibereien gibt, werden die offen angesprochen und man kann sich auch danach noch in die Augen sehen.

Vor allem der Respekt, der der Eltern-Kind-Beziehung entgegengebracht wird, finde ich toll. Wenn möglich wird darauf eingegangen, woran mein Sohn gewöhnt ist und was er in speziellen Situationen braucht. Dabei sagen nicht die Erzieher uns Eltern, was sie tun sollen, sondern hören wirklich auf das, was wir sagen. Natürlich gibt es aber auch Regeln, die der Rubbelbatz dort akzeptieren muss und die durchgesetzt werden. Das ist ja auch richtig und gut so.

Für mich ist die Situation, nebenan zu schreiben, super entspannt. Ich weiß, dass ich gerufen werde, wenn mein Kind mich braucht. Eines Vormittags zum Beispiel habe ich die letzte Stunde vor dem Mittagessen mit ihm am Sandkasten verbracht – weil klar war, ihm ist jetzt alles zu viel und er will seine Mama da haben. Das ist dann gar kein Problem. Wir brauchen nicht nach Hause gehen und auch nicht seinen Alltag durcheinander bringen. Sowohl Kinder, als auch Erzieher sind die Anwesenheit der Eltern gewöhnt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Rubbelbatz.de.

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Unsere Eingewöhnung im Coworking Toddler – ein Erfahrungsbericht von Marie und ihrer 10 Monate alten Tochter Nele

 

„Soll unser Kind mit einem Jahr schon in die KiTa gehen?“ Diese Frage hatten wir bei unserem erstgeborenen Kind mit einem ganz klaren „nein“ beantwortet. Erst mit 1,5 Jahren kam es in die Nestgruppe einer großen KiTa Berlins mit rund 100 Kindern. Nun stand die Entscheidungsfindung bei unserer Zweitgeborenen Nele wieder an. Dieses Mal wollte ich aus beruflichen Gründen nicht 1,5 Jahre mit der Eingewöhnung warten.  Aber selbst mit einem Jahr erschien uns die Eingewöhnung in einer „herkömmlichen“  KiTa zu früh, so dass wir über die Betreuung durch eine Tagesmutter nachdachten. Als ich dann durch Zufall von Coworking Toddler erfuhr, war schnell der Wunsch da, unserem Baby dort ein ergänzendes  Zuhause  zu schenken: Ich würde im angrenzenden Coworking -Space in unmittelbarer KiTa-Nähe arbeiten und könnte im Bedarfsfall binnen einer Minute bei Nele sein! „Kann KiTa ein zweites Zuhause sein?“ Nach meiner Erfahrung sage ich jetzt ganz klar: „Ja!“

Einzigartig in Deutschland

Das Besondere an dem Konzept von Coworking Toddler ist der ausgeprägte bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehungsstil, bei dem in erster Linie darauf geachtet wird, was das Kind braucht und möchte – und nicht umgekehrt: Es gibt Stillmöglichkeiten für die kleinen Schützlinge, die noch eine „Extra-Portion“ Mama brauchen, und ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Kinder, Eltern und Erzieher  zusammen an einem Tisch sitzen und sich austauschen können. Das ist einzigartig und hat uns als Eltern sofort überzeugt! Da der Coworking-Space neben der KiTa ist, fiel mir auch der Gedanke an die bevorstehende Trennung von Nele nicht so schwer. Ein kleines schlechtes Gewissen plagte mich im Vorfeld, dieses sollte sich aber dann ganz schnell verflüchtigen.

Es geht los…!

Unsere Eingewöhnung begann, als in der KiTa unseres erstgeborenen Kindes eine langjährige Erzieherin kündigte, da sie die Betreuung nicht länger als strukturelle „Massenabfertigung“ leisten wollte. Wir waren bestürzt und froh zugleich: Unser Küken hätten wir, trotz älterem Geschwisterkind im gleichen Haus, dort nicht mehr mit gutem Gewissen unterbringen wollen! Wir waren uns einig: Lieber nehmen wir zwei KiTa-Wege in Kauf, als dass unsere Kleine in eine ungünstige Betreuungssituation gerät!

Das Erzieher-Team von Coworking Toddler war mir sofort sympathisch! Wir sprachen im Vorfeld über die Gewohnheiten meines Kindes und der Bezugsbetreuer machte sich gleich Notizen und fragte nach Ritualen, die er im Umgang mit meinem Kind übernehmen könnte. (Wir standen während der ganzen Eingewöhnungszeit in einem engen Austausch und ich fühlte mich super informiert über die einzelnen Schritte in der Eingewöhnungsphase.)

Sanfte Eingewöhnung unter idealen Bedingungen

Wir begannen mit einer sehr sanften Eingewöhnung. Ziel war es, Nele mit der neuen Umgebung vertraut zu machen und langsam ein erstes Vertrauensverhältnis zum Bezugsbetreuer aufzubauen. Ich hielt mich zurück, so dass dieser Gelegenheit bekam, über Blickaustausch und Spielangebote mit ihr in Kontakt zu treten. Ich konnte mich dabei entspannt zurücklehnen und freute mich über den liebevollen und entspannten Umgang der Betreuer mit Nele. Wir hatten das große Glück, als eine der ersten Eltern unser Kind eingewöhnen zu können und genossen einen luxuriösen 1:1 Betreuungsschlüssel. Das war natürlich ein absoluter Traum!

Kein Tränenmeer

Am 4. Tag ging es dann an die erste Trennung. Ich spürte vorab eine leichte Nervosität. Aber dann war es für mich doch leicht zu gehen: Wir hatten den richtigen Moment abgewartet und es flossen bei dieser ersten Trennung sogar keine Tränen. In den kommenden Tagen behielten wir den Rhythmus bei und dehnten die Dauer der Trennungszeit nur langsam. Zwischendurch stillte ich auch noch manches Mal. (Unser Kind war zu dem Zeitpunkt noch 10 Monate alt und brauchte plötzlich wieder etwas häufiger Stilleinheiten.) Es floss hin und wieder doch eine Träne, aber dank des engen Austauschs war ich schnell bei Nele. Die Tränen waren in dieser seltenen Situation immer ein Hinweis auf Müdigkeit, schon nach wenigen Tagen schlief sie problemlos beim Erzieher ein.

Mit Geduld und Ruhe „dran geblieben“

Die Trennung nach dem Mittagessen war für Nele aber dann in der zweiten Woche nicht so leicht und wir entschlossen uns, es für eine weitere Woche bei nur einer Trennung zu belassen. Nach dem Mittagessen gingen wir also dann nach Hause. Mit diesem kleinen „Einschub“  konnte sie sich langsam eingewöhnen und ich hatte dennoch vormittags Zeit zum arbeiten.  Danach war dann auch die zweite Trennung kein Thema mehr!

Runder Abschluss

Unsere Eingewöhnung hat insgesamt  vier Wochen gedauert und ist für mein Empfinden perfekt gelaufen: sanft, bedürfnisorientiert und ohne Eile! Im abschließenden Feedbackgespräch hat der Bezugsbetreuer einen Evaluationsbogen zu den einzelnen Etappen mit mir durchgenommen, um etwaige Verbesserungsvorschläge mit mir zu besprechen. Was soll ich sagen? Ich habe keine gefunden. Ich erinnere mich noch, wie wir am Rande des Sandkastens sitzen und Nele versonnen seine Händchen immer wieder in den Sand eintauchen lässt. „Hier ist es doch ein bisschen wie Familie“, sagt der Erzieher zu mir. Da stimme ich voll und ganz zu!

 

(Redaktioneller Hinweis: Die Autorin hat ihren Namen sowie den Namen ihres Kindes geändert.)

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Unsere Eröffnungsfeier, Kunst und Pressetermine – so waren Monat 3 und 4 im Coworking Toddler!

Könnt ihr uns bitte mal kneifen? Noch immer kommt es uns manchmal surreal vor, wenn wir den Schlüssel aus der Tasche ziehen, Deutschlands erste Kita mit Coworking Space aufschließen, die Räumlichkeiten über unsere Außenfläche betreten und uns fröhliche Kinder aus dem Gartenhäuschen zuwinken.

Fritzi

Doch es ist wahr, Coworking Toddler gibt es bereits seit 4 Monaten und wir sind verdammt stolz, dass der Betrieb so gut angelaufen ist. Seit unserem letzten Blogeintrag ist wieder eine Menge passiert – auch wenn es aufgrund der vielen organisatorischen Aufgaben, die ein Kita und Coworking-Betrieb in der Startphase mit sich bringen, auf unseren Social-Media Kanälen und auf unserem Blog etwas ruhiger geworden ist. Eine kleine Auswahl haben wir heute für euch zusammengefasst:

Unsere Eröffnungsfeier – mit einem Grußwort der Staatssekretärin für Jugend und Familie, Frau Sigrid Klebba

Im Juni haben wir unsere Eröffnung gefeiert. Manch einer hat uns komplett für verrückt erklärt. „Wie schafft ihr das eigentlich, jetzt noch zusätzlich eine Feier zu organisieren?“ Nun, das haben wir uns auch gefragt. Aber viele wunderbare Unterstützer haben es möglich gemacht. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen fleißigen Helfern herzlich bedanken, ganz besonders bei KiKo-Kinderkonzepte, Freche Freunde, Baby Björn, Lillydoo, Mamikreisel und dem Künstlerduo Matrosenhunde.

Zu den Gästen zählten neben vielen treuen Begleitern und Unterstützern Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Es hat uns eine große Freude bereitet Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung, der Senatsverwaltung und des Familienministeriums durch unsere Räumlichkeiten zu führen und zu erklären, wie eine Kita mit Coworking Space funktioniert. Alle waren begeistert und das Feedback war sehr positiv: „So eine kuschelige Atmosphäre, die Kinder fühlen sich bestimmt pudelwohl“, „Wie liebevoll alles durchdacht ist – man merkt, dass viel Herzblut investiert wurde“,  „Hier würde ich ja auch gerne sitzen und arbeiten“, „Ein inspirierender Arbeitsplatz“. Diese Sätze gingen natürlich runter wie Öl und taten nach den wirklich sehr anstrengenden Wochen seit der Eröffnung im Mai sehr gut!

Besonders gerührt waren wir von dem herzlichen Grußwort der Staatssekretärin für Jugend und Familie, Frau Klebba, die unser innovatives Konzept und unser Engagement lobte. Auch die Bezirksstadträtin Christiane Keil hob hervor, dass wir mit Coworking Toddler einen wichtigen Beitrag zum Thema Vereinbarkeit geleistet haben.

Natürlich gab es nicht nur Reden, sondern auch viel Spaß für die Kleinen:  Seifenblasen, Masken malen…

Eröffnungsfeier2

… und kreative „Kritzeleien“ mit den Künstlerinnen Fine und Madeleine von den Matrosenhunden.

Eröffnungsfeier 1

Kunst im Coworking Space

Stichwort Kunst und Matrosenhunde: Auf den sozialen Netzwerken, haben wir schon einige wunderbare Bilder des Künstlerduos gezeigt. Wir sind sehr stolz darauf, dass diese nun unseren Coworking Space schmücken. Wenn ihr die Bilder bei uns live bewundern wollt, seid ihr herzlich willkommen.

Ein großes Danke für eure wunderschönen Zeichnungen und klugen Texte, liebe Matrosenhunde!

 

Matrosenhunde

Pressetermine

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Presse so häufig über den Coworking Toddler berichtet hat. Bereits mit der Eröffnung gab es Anfragen mehrerer Journalisten nach Interviews und Besichtigungen, die wir jedoch aus Rücksicht vor den Kindern und dere Eingewöhnung zunächst vertröstet haben.

Im Juni und Juli war es dann soweit: Wir hatten Besuch vom Tagesspiegel, von der Bild Zeitung, von der DPA und noch von weiteren Tageszeitungen und Magazinen, die wir jetzt noch nicht verraten möchten.

Bei dieser Gelegenheit: Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Eltern, die sich viel Zeit für die Fragen der Journalisten genommen haben.

Foto Presse

Die meisten Artikel sind inzwischen auch online erschienen, schaut doch mal auf unserer Presseseite, dort haben wir die wichtigsten Artikel verlinkt. In den kommenden Wochen und Monaten wird es noch mehrere Berichte und Artikel über uns geben. Auf unserer Facebookseite halten wir euch dazu auf dem Laufenden, wir freuen uns sehr, wenn ihr dort vorbeischaut.

 Und was ist in der nächsten Zeit zu erwarten?

Eine ganze Menge! In unseren Räumlichkeiten wird es einige Veränderungen geben: Wir bekommen eine weitere Tür im Coworking Space und hoffentlich bald eine vollständige Garderobe. Wir wissen ja gut, wie man mit dem Kopf durch die Wand kommt, mit dem Bohrer ist uns dass leider noch nicht an allen Stellen gelungen!

Ganz besonders freuen wir uns natürlich auf die neuen Kinder und Eltern, die ab September Teil von Coworking Toddler werden und auf eine weitere Erzieherin und Aushilfe, die ebenfalls im September bei uns anfangen werden. Damit ist nun auch endlich unser Erzieher-Team komplett.

Parallel arbeiten wir an der Erweiterung unseres Konzepts – in vielerlei Hinsicht. Neuigkeiten dazu wird es hoffentlich im Herbst geben 🙂

Einen ganz liebe Gruß und einen euch allen guten Start nach den Ferien,

Euer Coworking Toddler Team

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Sarah Seeliger von Librileo – unser Kooperationspartner im Interview

Während der Gründung von Coworking Toddler mussten wir immer wieder feststellen wie wunderbar es ist Unterstützer und Kooperationspartner an unserer Seite zu haben. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit unserer Eröffnung einen weiteren Partner für Coworking Toddler gewinnen konnten. Diesmal geht es um Bücher! Genau genommen uns speziell ausgewählte Bücher – an den Bedürfnissen der Kleinen ausgerichtet und altersentsprechend  ausgewählt. Genau das bietet nämlich Librileo. Das Berliner Start-up nimmt Eltern die Qual der Bücherauswahl ab und stellt mit Hilfe von Pädagogen altersgerechte Buchboxen zusammen, die man abonnieren kann.

Hinter Librileo steckt aber noch sehr viel mehr als eine liebevolle zusammengestellte Buchbox. Gründerin Sarah hat mit ihrem Mann Julius noch ein weiteres Unternehmen gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat Kindern in schwierigen Lebenslagen das Lesen näher zu bringen: Librileo gemeinnützig. Wahnsinn, wie viel Herzblut in diesem Projekt pulsiert – Sarah und Julius fahren dazu sogar mit einem speziell umgebauten VW-Lesebus durch die Stadt und animieren Kinder zum Lesen! Wir waren sofort neugierig und haben Sarah zu diesem wunderbaren Projekt interviewt. Und natürlich wollten wir auch wissen, wie sie es schafft, als Gründerin und bald 3-fache Mama Familie, Job und dazwischen die vielen Bücher miteinander zu vereinbaren.

1. Sarah, welche Bücher liest du zurzeit mit deinen Kindern?


Wir haben zwei Kinder, drei und fünf Jahre alt. Jedes Kind darf sich am Abend ein Buch aussuchen. Die Theorie, dass Kinder sich immer dasselbe Buch aussuchen, scheint bei uns irgendwie nicht zu passen. Sie kommen jeden Abend mit einem anderen Buch an. Vielleicht liegt das daran, dass wir wirklich sehr viele Kinderbücher haben und jede Woche neue dazu kommen. Natürlich haben unsere Kinder aber auch spezielle Phasen, zum Beispiel: Mama Muh, Pettersson und Findus, Räuber Hotzenplotz oder Hexe Zilly, mögen sie immer gerne.

2. Mit Librileo verschickst du monatlich wechselnde Bücherthemenboxen an Familien: Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Die Idee kam im Auto auf dem Weg zu einer Freundin. Unsere Tochter (damals 2,5 Jahre alt) hatte den ganzen Tag gemotzt. Ich wünschte mir ein Kinderbuch um mit ihr dieses Thema zu besprechen. Wir hatten zwar zur Geburt viele Babybücher bekommen und Bücher mit ersten Worten. Es fehlten uns jedoch Bücher zu speziellen Themen.

Wir haben uns gewünscht, dass uns jemand die Auswahl abnehmen und uns regelmäßig neue, altersgerechte Bücher schicken würde. Es gab bereits sehr viele Abo-Dienste: Bastelsachen, Essen, Blumen, alles kann man sich liefern lassen, aber die Bücherauswahl für Kinder wurde von niemanden übernommen. Da Kinder besonders in den ersten Jahren so schnell wachsen, ändern sich auch die relevanten Themen ständig und es ist ziemlich zeitaufwändig neue Kinderbücher zu finden oder zu recherchieren. In meiner Freizeit hatte ich dafür leider keine Zeit.

3. Wie funktioniert Librileo genau?

Zusammen mit Experten suchen wir jeden Monat zu einem speziellen Thema Kinderbücher aus. Die Themen sind zum Beispiel: Gefühle, Haustiere, Teilen, Freundschaft, Wasser, Musik und viele mehr. Es gibt sieben Altersgruppen für Kinder von null bis zehn Jahren. So bekommt jedes Kind wirklich auch Bücher die passend sind. In einer Bücherbox sind ein bis drei Kinderbücher. Die Box kommt hübsch verpackt mit Schleife und Seidenpapier, damit es etwas Besonderes für das Kind ist, die Box zu öffnen.

4. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Bücher aus?


Natürlich müssen das Thema und die Altersgruppe passen. Außerdem müssen wir immer auf einen Wert von 14,95€ kommen. Deshalb ist die Anzahl der Bücher auch immer ganz unterschiedlich.

Am wichtigsten bei der Auswahl ist jedoch, dass uns die Bücher gefallen. Sie müssen hübsch aussehen, pädagogisch und zeitgemäße Werte vermitteln und es muss Liebe in ihnen stecken. Wir testen alle Bücher, bevor wir die Bücher tatsächlich verschicken.

5. Welches Feedback bekommt ihr von euren Kunden?


Unsere Kunden sind total happy mit dem Service und der Bücherauswahl. Sollte eine Familie ein Buch bereits haben, tauschen wir dieses auch um. Außerdem ist es möglich, im Monat zuvor die Bücher der kommenden Box online einzusehen.

6. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Wir haben vor einem Jahr die gemeinnützige Organisation Librileo gUG gegründet. Sozial und finanziell benachteiligte Familien bekommen unsere Bücherboxen über das Bildungs- und Teilhabepaket des Jobcenters kostenfrei. Wir wollen ganz viele Familien damit erreichen um Bildungsarmut zu verhindern und allen Kindern faire Zukunftschancen ermöglichen.

7. Was bedeutet Vereinbarkeit für dich persönlich?


Das beide Elternteile (wenn vorhanden) zu gleichen Teilen für die Kinder da sind. Nur so hat die Frau eine Chance auf Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Es ist nicht einfach – das ist keine Frage!

Die zweite Sache ist, dass man mit seiner eigenen Lösung glücklich sein muss – das ist am Wichtigsten. Vielleicht finde ich es nach dem dritten Kind auch schön, den Großteil meiner Zeit mit den Kindern zu verbringen und nur noch Teilzeit zu arbeiten. Ich weiß es nicht.

8. Hast du einen Tipp für Eltern, wie man Job und Familienleben gut zusammenbringen kann? 

Kurze Wege zwischen Kita, Büro und Zuhause.

Gute Absprachen mit dem Partner

Positiv denken! Selbst wenn mal eine Phase stressig ist, man sollte an die Lösung des Problems positiv herangehen.

9. Was macht dir selbst am meisten Spaß an deinem Job?

Es macht mir Spaß zu arbeiten und es fühlt sich richtig an. Meine Arbeit macht einen Sinn und ich sehe, dass es voran geht. Ich habe Freude daran eigene Gedanken umzusetzen und Entscheidungen selber treffen zu können. Mit meiner Arbeit ist es möglich Freunde, Kinder und Familien zu verbinden – das ist wichtig für mich.

Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah!

 

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