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„Wir müssen das selbst in die Hand nehmen!“

Die neue Konferenz #dclass zeigte in Berlin neue Wege des Lernens und der Wirtschaft – und Coworking Toddler war dabei!

„Was man als Unternehmer braucht, sind drei Dinge: Mut, Herz und offenes Denken. Mehr nicht“, sagte Anna Kaiser von Tandemploy, einer Jobsharing Plattform, am Wochenende auf der #dclass conference, einer neuen Konferenz in Berlin, die innovative Konzepte für Bildung und Wirtschaft vorstellte. Sie alle beweisen Mut, Herz und offenes Denken, um neue Bildungswege zu erforschen und Wirtschaft neu zu denken. Auf der Konferenz wurden „die inspirierendsten Köpfe aus der New Economy mit Vordenkern aus der Bildungsszene“ zusammengebracht. Wir sind mächtig stolz, dass wir ein kleiner Teil davon sein durften: Sandra Runge aus unserem Team sprach in einem der Speakouts im Panel zum „Leben 3.0“ über „Coworking mit Kind – echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde über die Chancen unseres Konzepts diskutiert und für welche Familien es sich eignet.

Hinter #dclass conference steht das Multitalent Van-Bo Le Mentzel, ein deutscher Architekt laotischer Herkunft, der unter anderem mit seinen Bauplänen für „Hartz-IV-Designermöbeln“ viel Aufmerksamkeit erregt hat: Van Bo stellt kostenlos allen Anleitungen zur Verfügung, mit denen man für wenig Geld tolle Möbel selbst bauen kann. Vor Ort waren einige zu sehen: Hocker und „Sitzhöhlen“ – einfach, durchdacht und super schön. Bei Facebook ist Van-Bo vor allem unter „Konstruieren statt Konsumieren“ aktiv.

 

Am ersten Tag der Konferenz stand unter anderem der Neurobiologe Gerald Hüther auf der Bühne im Heimathafen Neukölln. Er gründet aktuell eine „Akademie für Potentialentfaltung“. Der Professor sagte: „Um gemeinsam die Zukunft zu gestalten, müssen wir uns von den hierarchischen Strukturen verabschieden. Diese Veränderung wird nicht von oben organisiert werden können, sondern die müssen wir selber organisieren.“ Weitere Gäste waren zum Beispiel der Abiturverweigerer Erik Koszuta oder Ben Paul, der seiner Uni den Rücken kehrte, weil er überzeugt davon ist, dass man auch ohne Studium alles lernen kann.

Dieser Geist war während der Konferenz an jeder Ecke zu spüren. Ein Wochenende voller inspirierender Menschen, Ideen und Vorträge: Mit dieser Konferenz hat Van-Bo Le Mentzel etwas Einzigartiges geschaffen, das er dank vieler ehrenamtlicher Helfer realisieren konnte. Die Tickets für die gemeinwohlorientierte Konferenz konnte man mit Euro oder mit Karma bezahlen – mehr über diese „Karma Philosophie“ erfahrt ihr hier.

Van-Bo ist Vater eines 15 Monate alten Sohnes. Wir haben vor kurzem gehört, wie er in einem Video fragte, warum man Arbeitswelt und Familie nicht näher zusammen bringt – und Babys und Kinder mit ins Büro nimmt. Die Antwort darauf ist unser Konzept! Van-Bo sagt: „Ich habe das Gefühl, dass wir nur etwas verändern können, wenn wir das selbst in die Hand nehmen und sagen, wie wir lernen wollen und wie wir arbeiten wollen.“ Genau das machen wir!