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Väter wünschen sich mehr Vorbilder und ein klares Erwartungsmanagement

Auf der Podiumsdiskussion der Multiplikatoren-Veranstaltung „Die neuen Väter und ihre Unternehmen“ im Haus der Wirtschaft (initiiert von Erfolgsfaktor Familie und der DIHK) haben einige sehr spannende Väter, aus Großunternehmen, Startups, Wirtschaftsberatungen und Medien, darüber diskutiert, was sich in deren Karrierelaufbahn alles verändern wird, wie man Beruf und Familie ganz individuell unter einen Hut bringt und was sich tun muss, damit auch weiterhin mehr Väter mehr Zeit für ihre Familien aufbringen wollen und können. Das private Leben dringt immer mehr in die Arbeit ein und anderes herum, sagte Zeit-Redakteur Marc Brost  – und wenn man bedenkt, dass Elternsein nicht einfach nach der Elternzeit endet, wird das auch langfristig ein Thema für die Unternehmen sein. Er plädierte dafür, dass sie sich nicht nur finanziell mehr engagieren, denn Vereinbarkeit und Familienfreundlichkeit kostet schlichtweg Geld, sondern sich auch politisch engagieren indem sie Druck ausüben und für die Abschaffung kontraproduktiver Maßnahmen, wie das Ehegattensplitting, einsetzen. Neben den großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen hatten aber die Väter auch ganz konkrete Vorstellungen, was sie sich an Veränderungen in und von ihren Unternehmen wünschen:

  1. Sie wünschen sich ein klares Erwartungsmanagement von Firma und Mitarbeiter, wenn es um Elternzeit, Berufswiedereinstieg und Karriereoptionen von Eltern geht
  2. Sie forderten mehr Beteiligung an der Betreuungsproblematik
  3. Auch wollen sie einen konkreten Zugang zu und mehr Sichtbarkeit der Vorbilder, die es erfolgreich in der Firma arbeiten und sich trotzdem Zeit für die Familie nehmen
  4. Sie brauchen flexible und langfristig lebbare Arbeitsmodelle
  5. Sie möchten Kinderbetreuung in der Nähe, am besten an der Nähe des Arbeitsortes
  6. Sie wünschen sich konkrete Veranstaltungen, Stammtische, Projekte die speziell für Väter (und ihre Kinder) ausgelegt sind
  7. Sie würden sich über mehr vorgelebte Familienfreundlichkeit durch Führungskräfte freuen
  8. Sie fordern mehr Projekte, die man in Teilzeit umsetzen kann
  9. Und wünschen sich eine höhere Wertschätzung der vielen neuen Fähigkeiten, wie Organisationsentwicklung, die man durch die Familie entwickelt und erlernt.

 

All diese Punkte sind sicherlich nicht die ultimativen Wünsche und Vorstellungen, die alle Väter und ihre Familien glücklich machen können. Ich denke jedoch, dass dies ein ganz spannendes Stimmungsbild ist, welches aufzeigt, wo auch die Reise für die Väter hingeht, dass Vereinbarkeit nicht nur ein Mütterthema ist und dass es neue Arbeits- und Betreuungsmodelle, wie den Coworking Toddler, braucht, um auf diese immer stärker werdenden Forderungen antworten zu können.

 

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